Fr, 30.09.2022 KONZERT: Team Scheisse + DJ Hornhaut

Konzert präsentiert von SAU e.V. Beginn: 20:00h


True Story.

SoulForce Records ist ja unser Label.
Gemeinsam mit Tretti haben wir uns alles aufgebaut und eine Struktur geschaffen, die es ermöglicht
Platten wirklich gut zu produzieren und zu veröffentlichen. #DIY, das KK Album usw. usw. … alles
selber und mit viel Herzblut und Ideen habe wir diese Sachen über das eigene Label rausgebracht.
Nun wollten wir Newcomer finden, das Repertoire des Labels ausbauen, und fingen an uns unsere
Vorschläge zuzuschicken und neue Artists zu suchen.
Wie man sich denken kann, ging es los in der Hip Hop und Co. Ecke, und wir checkten was es
zu finden gab, wie wir es eh schon die ganze Zeit tun (ist ja schließlich unser Job alles zu kennen).
Je länger die Recherche dauerte, desto langweiliger wurde sie, denn irgendwie hat man halt bei
99 % der Kandidaten das Gefühl das so oder besser schon gehört zu haben.
Enttäuschung machte sich breit und so ging die Suche weiter in eine andere Richtung.
„Was ist eigentlich mit Punkrock in Deutschland heutzutage?“ war meine Frage an unseren
Labelmanager Till, denn ich hatte einfach die Schnauze voll mir noch mehr Schrott anzuhören,
ich brauchte was maximal anderes. Punkrock war mein Einstieg in Musik, also warum nicht
mal in der ältesten aller DIY Kulturen checken. Gesagt getan.
Nach ca. 2 Stunden waren wir aus irgendeinem Grund auf dem Spotify Profil von Team Scheisse
gelandet, das mit überragenden 438 monatlichen Hörern versehen war. Ganz oben stand ein Song
namens „Karstadtdetektiv“, darunter einer namens „Hund“ und dann „Tag im Park“.
Alles verdammte Volltreffer. Textlich auf einem Level, das ich so lange nicht gehört hatte.
Jeder Song mit einer eigenen, cleveren, aber total bekloppten Pointe versehen und in ca. maximal
2 Minuten zu Ende gebracht. Ich rief Till an. „Was denkst du? Unfassbar oder?“ …. Er war der
gleichen Meinung und sang schon die Melodie von „Karstadtdetektiv“ in sein Phone. Ich bat ihn
den Kontakt zur Band zu finden. Via Bandcamp kamen wir an eine Telefonnummer und ich rief
einfach dort an:
„Hi, Fizzle von KitschKrieg hier. Wir würden gerne auf unserem Label „SoulForce Records“ mit
euch eine Platte machen!“ Nach kurzer Stille kam folgende Antwort „Willst du mich verarschen?“
Guter Einstieg.
Ich erklärte alles in Ruhe. Meiner Meinung nach waren die Songs ihres Album „Hobbies für den
sozialen Abstieg“ besser und wertvoller als alles andere was ich zuletzt gehört hatte, und ich konnte
den Mann an der anderen Leitung überzeugen, dass das hier keine Verarsche war und wir es ernst
meinten.
„Wir wollen einfach nur ne Platte mit euch machen, macht einfach genau das, was ihr vorher auch
gemacht habt und sagt uns nur was ihr braucht und wie wir helfen können. Ansonsten nix ändern
bitte!“ So stellt man sich das doch vor als Band oder etwa nicht? Genauso machten wir es.
Die Jungs fingen also an, neue Songs zu schreiben und zu recorden. Wir halfen, wo wir konnten
oder gebraucht wurden. Viel Hilfe brauchten sie allerdings nicht. Ein halbes Jahr später war „Ich
habe dir Blumen von der Tanke mitgebracht (Jetzt wird geküsst)“ fertig.
14 Songs. Davon 12 neu und allesamt großartig.
Zusammenhängend ohne dumme Wiederholungen und mit Melodien, die man nicht mehr los wird.
Ob man will oder nicht. Punkrocker oder nicht. Wir hatten ein Album voller Ideen und Haltung, das
so viel mehr macht als der übliche Schrott da draussen und in Zeiten wie diesen passender denn
je ist. Songs wie „Erfurt“, „Rein ins Loch“ oder die Bundeswehr Hymne „Frank“ sind nur Spitze
des Eisbergs.
Dazu ein Re-Release von Karstadtdetektiv (die erste Single. Release am 22.10.) oder „Faustgefühl“.
Es fällt schwer, sich auf Favoriten festzulegen, denn die Qualität der Platte ist erschreckend hoch.
Wenn ich das Album heute höre und dabei durch den Görli zum Studio laufe, bin ich einfach nur
happy über diese Platte. GottSeiDank haben wir zusammengefunden und wir können diese LP
in die SoulForce Records Diskografie packen.
Wer sich nun die Frage stellt: „Passt diese Platte zu SoulForce Records?“ Der sei beruhigt, denn
es ging uns immer nur um gute Platten. Nicht mehr und nicht weniger.
Und das hier ist eine verdammt gute Platte.