Sa, 25.04.2026 RELEASEPARTY: Blutgruppe Wixxxe + Dr Drexler Project

Konzert präsentiert von SAU e.V. Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr


Die LP, zwischen Vernissage und Vinyl-Rausch.

Blutgruppe Wixxxe sind das Unmögliche: Die rohe, ungeschönte Gewalt des Punks, die sich in den Armen der französischen Poesie verliert. Die Band, die den Schweiß des Undergrounds mit der Eleganz eines verfallenden Chansons kreuzt.
Blutgruppe Wixxxe ist der Moment, in dem die Flasche Rotwein am Bordstein zerschellt.
Musikalisch bricht die Band konsequent aus dem Genre Käfig aus: Peitschende Punk Energie prallt auf verspielte, fast schwebende Indie Riffs. Mal treibend und dreckig, mal filigran und verloren, ein ständiger Wechsel zwischen der Wucht eines Schlags in die Magengrube und der Zerbrechlichkeit einer durchzechten Nacht!
Der Name triggert, die Musik verführt: Blutgruppe Wixxxe legen mit ihrer neuen LP ein Werk vor, das die hässliche Fratze des Alltags in die melancholische Eleganz französischer Poesie kleidet.
Die radikale Symbiose aus Lärm und Lyrik. Dreckiges Chanson, melancholischer Rausch und die Suche nach der Schönheit dort, wo niemand hinsieht.
Aufgenommen und gemischt wurde das Spektakel von keinem Geringeren als Thomas Götz (Beatsteaks). Er hat es geschafft, die ungebändigte Live-Gewalt der Band einzufangen und ihr gleichzeitig einen Sound zu verpassen, der so international wie dreckig klingt. Es ist das Zusammenspiel von Experten, die wissen, wie man Schmerz in Klang verwandelt:


Pauline Gosselin: Als Künstlerin bringt sie die intellektuelle Schärfe und die kontrovers-schöne Poesie ihrer Installationen auf die Platte. Ihre Texte sind seziermesser-scharf – mal flüsternd, mal schreiend, immer exzentrisch.
Bieber (Flight 13 Duplication): Der Mann für das schwarze Gold. Er garantiert, dass diese LP nicht nur gehört, sondern gespürt wird.
Michel (Fächerstoff): Mit dem Label-Spirit im Rücken liefert er die Indie-Nuancen und den DIY-Drive.
Plüschi (Alte Hackerei): Das schlagende Herz des Karlsruher Undergrounds. Er bringt die Erfahrung unzähliger Nächte auf den Brettern der Hackerei direkt in den Groove.

Wie das Dr. Drexler Project drauf ist, daran lässt es keinen Zweifel. Ob Albumtitel NEOLIBERALE KACKSCHEISSE oder die Songtitel von „Eure Heimat kotzt mich an“ bis zu „Grüner Kapitalismus“, die Botschaft ist klar: Es geht gegen Patriotismus, Rassismus, Kapitalismus und so gut wie jeden anderen Ismus, den die Linke traditionell ins Visier nimmt. Es ist also nicht überraschend, in welche Richtung das Quartett austeilt, eine Art Augsburger Allstar-Band aus Mitgliedern von Der Herr Polaris, Schnitt oder Das Format. Ein bisserl unvorhergesehen ist die Musik, so wie sie sich vehement wehrt gegen ihre allzu leichte Konsumierbarkeit. Nein, das ist kein bierseliger Schrammelpunk, hier standen nicht Sex Pistols oder The Clash, sondern ganz andere Punks Pate. Zu hören ist die Sperrigkeit der mittleren bis späten Goldenen Zitronen, die Verdrehtheit von Palais Schaumburg, und in den besten Momenten sogar die Knurrigkeit von S.Y.P.H. oder der Fehlfarben.